Hinterhalt ist das neue Ziel
In den letzten Wochen habe ich so einiges gelernt. Zu den interessanteren Dingen der letzten Zeit gehören die militärischen Zeichen für Panzer, Fliegerabwehr, Hinterhalt und Zug (die Organisationseinheit und nicht das Schienen-Dings). Das sind so kleine Zeichnungen, wie sie auch ein begabter Dreijähriger hinkriegen könnte und wie sie auf militärischen Aufmarschplänen zu finden sind. Eines davon sieht übrigens exakt so aus, wie das Schild, mit dem der Franzose an sich den FKK-Strand beschildert. Leider habe ich vergessen, welches.
Auch die Abkürzung VRV stellt für mich kein Mysterium mehr dar. Vordere Randverteidigung heißt das nämlich. Diese hübsche Wortkombination lässt sich auch noch mit dem alten Militärwitz anreichern, dass die VFR von den so genannten Erdferkeln gebildet wird. Die heißen so, weil sie so lustig quieken, wenn der Panzer drüber rollt.
So tief, so gut. Alles klar. Ich lerne gerne etwas dazu. Ganz speziell aus Bereichen, die ich nicht kenne und deren Sinnhaftigkeit sich mir – wie im obigen Fall – auch nicht mal ansatzweise erschließt. Aber wer weiß schon wozu's gut ist und Wissen hat ja noch nie geschadet.
Was ich zum Zeitpunkt der Aufsaugung dieses Wissens so gar nicht verstanden habe, ist folgendes: Da bin ich also Soldat. Hoffentlich nicht im Bereich der VFR, sondern etwas Gemütliches. Zum Beispiel so ein Brücken bauender Pionier. Das klingt nett. Da baue ich was auf. Bin an der frischen Luft und in der Nähe von Wasser. Dann drückt mir jemand eine Karte in der Hand, irgend jemand mit mehr Streifen auf dem Hemd oder so und sagt, ich soll da oben mal eben eine Brücke bauen. Ich schaue auf die Karte und sehe irgendwo das Zeichen für Hinterhalt. Warum zum Geier sollte ich dort hingehen? Um zu schauen, ob's stimmt? Ich war ob der militärischen Logik richtig verwirrt.
Mit der Distanz einiger Tage muss ich sagen: Interessanter Denkfehler, der sich da eingeschlichen hat. Ich bin schlicht nicht auf die Idee gekommen, dass das da stehen könnte, damit ich dort eben nicht hin gehe. Seltsam.
Noch viel seltsamer ist, dass mich seitdem immer häufiger das Gefühl beschleicht, dass ich das Hinterhaltzeichen ganz, ganz deutlich sehe. Und zwar genau vor mir. Und ich steuere unbeirrt drauf zu. Mal schauen, ob's stimmt?
Tja ... Hinterhalt ist anscheinend das neue Ziel.
Übrigens: Militärisch geübte Leser werden vermutlich auch über meinen zweiten Irrtum den Kopf schütteln. Es ist schon eher unwahrscheinlich, dass feindliche Hinterhalte auf Karten eingezeichnet sind. Streng genommen wär's dann ja kein Hinterhalt. Eher so was wie der Treffpunkt für die Rauferei. Der eigene Hinterhalt, in den die anderen tappen sollen, ist es, der markiert ist.
Auch die Abkürzung VRV stellt für mich kein Mysterium mehr dar. Vordere Randverteidigung heißt das nämlich. Diese hübsche Wortkombination lässt sich auch noch mit dem alten Militärwitz anreichern, dass die VFR von den so genannten Erdferkeln gebildet wird. Die heißen so, weil sie so lustig quieken, wenn der Panzer drüber rollt.
So tief, so gut. Alles klar. Ich lerne gerne etwas dazu. Ganz speziell aus Bereichen, die ich nicht kenne und deren Sinnhaftigkeit sich mir – wie im obigen Fall – auch nicht mal ansatzweise erschließt. Aber wer weiß schon wozu's gut ist und Wissen hat ja noch nie geschadet.
Was ich zum Zeitpunkt der Aufsaugung dieses Wissens so gar nicht verstanden habe, ist folgendes: Da bin ich also Soldat. Hoffentlich nicht im Bereich der VFR, sondern etwas Gemütliches. Zum Beispiel so ein Brücken bauender Pionier. Das klingt nett. Da baue ich was auf. Bin an der frischen Luft und in der Nähe von Wasser. Dann drückt mir jemand eine Karte in der Hand, irgend jemand mit mehr Streifen auf dem Hemd oder so und sagt, ich soll da oben mal eben eine Brücke bauen. Ich schaue auf die Karte und sehe irgendwo das Zeichen für Hinterhalt. Warum zum Geier sollte ich dort hingehen? Um zu schauen, ob's stimmt? Ich war ob der militärischen Logik richtig verwirrt.
Mit der Distanz einiger Tage muss ich sagen: Interessanter Denkfehler, der sich da eingeschlichen hat. Ich bin schlicht nicht auf die Idee gekommen, dass das da stehen könnte, damit ich dort eben nicht hin gehe. Seltsam.
Noch viel seltsamer ist, dass mich seitdem immer häufiger das Gefühl beschleicht, dass ich das Hinterhaltzeichen ganz, ganz deutlich sehe. Und zwar genau vor mir. Und ich steuere unbeirrt drauf zu. Mal schauen, ob's stimmt?
Tja ... Hinterhalt ist anscheinend das neue Ziel.
Übrigens: Militärisch geübte Leser werden vermutlich auch über meinen zweiten Irrtum den Kopf schütteln. Es ist schon eher unwahrscheinlich, dass feindliche Hinterhalte auf Karten eingezeichnet sind. Streng genommen wär's dann ja kein Hinterhalt. Eher so was wie der Treffpunkt für die Rauferei. Der eigene Hinterhalt, in den die anderen tappen sollen, ist es, der markiert ist.
MrNilson - 2007/12/07 23:09


Und ich hab keine Brücke gebaut. Ich hab in den ganzen 8 Monaten nicht mal eine gesehen, also eine die Pioniere bauen würden...
Die nächste Ebene nach den Kartographen sind dann die Funker, da kann man seine Kreativität so richtig freien Lauf lassen. Wurde mir gesagt.